Wahrheiten zur Flüchtlingskrise

Nach Ausweis der vom BAMF veröffentlichten Zahlen sind die Einwanderer nicht zwischen einem und 100 Jahren alt, sondern es handelt sich fast ausschließlich um Menschen im Alter zwischen 20 und 35 Jahren und noch jüngeren. Um herauszufinden, welche Auswirkung die Migrationskrise auf die Zusammensetzung der Bevölkerung Deutschlands haben wird, muss man genau diese Altersgruppe von Ansässigen und Zuwanderern vergleichen.
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Das Statistische Bundesamt geht in dieser Altersgruppe von nur noch knapp 15 Millionen Menschen in Deutschland aus – nachvollziehbar anhand der dort gezeigten interaktiven Alterspyramide. „Migrationshintergrund“ besitzen in dieser Altersgruppe aktuell rund 3,5 Millionen Menschen.

8 Millionen Migranten bei Altersgruppe 20-35

Bei den Migranten handelt es sich zu circa 80 Prozent um männliche Personen im Alter zwischen 17 und 35 Jahren, die zum großen Teil aus Großfamilien stammen. Wie viele von ihnen bleiben werden oder dürfen ist unklar. Bei unveränderter Rechtslage sind jedoch Familiennachzüge zu erwarten. Die Schätzungen liegen hierzu zwischen drei und acht Personen. Moderat geschätzt, bedeutet das – bliebe nur die Hälfte der drei bis vier Millionen Migranten in Deutschland und kämen nur drei Personen pro anerkanntem Asylantragsteller nach, würden bis zum Jahr 2020 rund acht Millionen Menschen zu den 15 Millionen der genannten Altersgruppe dazukommen.

Addiert man dies mit den bereits hier lebenden Ausländern zusammen, werden in fünf Jahren rund 11,5 Millionen Menschen Migrationshintergrund besitzen, in einer Altersgruppe, die dann 23 Millionen Personen umfasst. Das wäre die Hälfte aller Leute zwischen 20 und 35 Jahren.

Die höhere Geburtenrate der Einwanderer ist damit noch nicht berücksichtigt. In rund 30 Jahren werden über 50 Prozent der jetzt in Deutschland Lebenden gestorben sein. Dann wird sich die Zusammensetzung der bundesdeutschen Bevölkerung stark verschoben haben.

Adorján F. Kovacs kommentiert :

„Man prüfe an diesen Zahlen die Verlautbarungen der Politiker fast aller Parteien. Die Forderung des Bundespräsidenten Joachim Gauck aus dem August, man müsse sich von der Vorstellung lösen, dass für fast alle Bürger Deutsch die Muttersprache sei und Bundesbürger überwiegend christlich und hellhäutig seien, beruht nicht auf einer Prophetie. Sie ist richtig. Es fällt lediglich auf, dass er von „Deutschen“ überhaupt nicht mehr gesprochen hat. Auch das ist konsequent. Man mag es bedauern oder nicht: Die Bundesrepublik Deutschland wird tatsächlich überwiegend nicht mehr von einem deutschen Volk, sondern von einer multiethnischen Bevölkerung aus Bundesbürgern bewohnt werden. Dabei handelt es sich in der Tat um eine nachhaltige Veränderung.“

Quelle : http://www.theeuropean.de/adorjan-f-kovacs/10622-einwanderung-oder-zuflucht

Merkel lehnt Volksabstimmungen in Deutschland ab

Angela Merkel ist gegen mehr direkte Demokratie in Deutschland. Sie sagte in der Koalitions-Runde, dass es Vorbehalte der CDU gegen Volksabstimmungen gäbe. SPD-Chef Gabriel will die CSU unterstützen – doch gegen den Willen Merkels wird es keine neue Instrumente der Mitwirkung durch die Bürger geben.

Union und SPD bleiben in der Frage von Volksabstimmungen über EU-Themen uneins. Bundeskanzlerin und CDU-Chefin Angela Merkel habe in der großen Verhandlungsrunde betont, dass ihre Partei Vorbehalte gegenüber entsprechenden Ideen der CSU und der SPD habe, berichtet Reuters. SPD-Chef Sigmar Gabriel habe in der Runde der rund 75 Politiker Sympathie für die Haltung der CSU in dieser Frage bekundet. CSU-Chef Horst Seehofer habe danach in allgemeiner Form betont, dass die Beteiligung der Bevölkerung an gewissen Entscheidungsprozessen wichtiger werden könnte und nochmals besprochen werden sollte.

Am Dienstag hatte ein Vorstoß von Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) und dem SPD-Verhandlungsführer für das Thema Innenpolitik, Thomas Oppermann, erhebliche Verärgerung in der CDU ausgelöst. Während Bayerns Ministerpräsident Seehofer in einer Regierungserklärung in München seine Position erneuerte, dass mehr Volksentscheide auf Bundesebene und über wichtige Europathemen eingeführt werden sollte, machte Innenminister Friedrich auf Druck der CDU einen Rückzieher. Dem CSU-Politiker war vorgeworfen worden, er müsse als Verhandlungsführer der Union vor allem die Position der wesentlich größeren CDU berücksichtigen und könne keine CSU-Sonderpositionen vertreten.

In der großen Runde einigten sich CDU, CSU und SPD auf die Vorlagen der Arbeitsgruppen zu Europa und Inneres/Justiz. Allerdings blieben hierbei Streitthemen wie etwa eine gemeinsame Position zur Bankenregulierung oder die doppelte Staatsbürgerschaft zunächst außen vor. Diese sollen in einer kleineren Koalitionsrunde besprochen werden. Am Mittwoch standen in der großen Runde noch die Themen Umwelt, Verbraucherschutz, Landwirtschaft und Forschung auf dem Programm.

Quelle : http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/11/13/merkel-lehnt-volksabstimmungen-in-deutschland-ab/