Al-Taharrush: Die orientalische Sex-Mob-Kultur

In diesen Tagen tun schlecht informierte Politiker und Lügenmedien so, als ob die bundesweiten sexuellen Massenbelästigungen unserer Frauen und Töchter durch Orientalen nichts mit deren Kultur zu tun hätten. Dabei ist das Problem selbst bei den Vereinten Nationen als »al-Taharrush« bekannt.

Wer als Frau in Ägypten Urlaub macht, der wird schon seit Jahrzehnten vor dem Besuch der Gizeh-Pyramiden in Kairo von westlichen Reiseleitern darauf aufmerksam gemacht, dass in den engen dunklen Gängen zur Grabkammer Dutzende junge Ägypter lauern. Sie warten dort auf Frischfleisch:

Auf europäische Frauen, die sie als »Schlampen« zu verachten gelernt haben und im Schutz der Dunkelheit der Gänge nach Belieben sexuell belästigen können. Unzählige Frauen haben diese Erfahrung schon gemacht, die aber nicht auf die Pyramiden und auch nicht auf Ägypten beschränkt ist.

Auch europäische Gutmenschen, die ihre bequemen Fernsehsessel nie verlassen, bekamen diese Art des Denkens junger orientalischer Männer in Zusammenhang mit den Revolutionen in Nordafrika frei Haus auf den Bildschirm geliefert.

Nicht wenige westliche Reporterinnen mussten damals erstaunt feststellen, dass die jungen Revolutionäre auf dem nahe dem rechten Nilufer gelegenen Tahrir-Platz in Kairo, in Tripoli oder Tunis sie als Vieh betrachteten, dem man in aller Öffentlichkeit in alle Körperöffnungen fassen und es ganz nach Belieben vergewaltigen konnte.

Eine Niederländerin wurde auf dem Tahrir-Platz öffentlich von fünf Männern vergewaltigt, davor traf es eine Britin. Viele andere Frauen haben ähnliche Erfahrungen mit jungen Orientalen geschildert. Vor diesem Hintergrund ist es erstaunlich, wenn Politiker nun dreist behaupten, die Kölner Vorkommnisse hätten nichts mit den Orientalen zu tun. So sagte Claudia Roth, die Vorfälle seien nicht als Import sexualisierter Gewalt aus dem Ausland zu werten.

Wahrscheinlich ist das Bildungsniveau solcher Politiker eher gering. Und wahrscheinlich leben sie in einer eigenen kleinen Welt, in der sie noch nie UN-Berichte über die Probleme des jungen männlichen orientalischen Sex-Mobs studiert haben. Die Orientalen selbst nennen das »Taharrush«.

Die Vereinten Nationen haben dazu erschreckende Berichte veröffentlicht, die sich mit der verbreiteten Problematik befassen, wonach junge Orientalen Frauen in Gruppen sexuell belästigen oder gar vergewaltigen. Solche UN-Berichte gibt es nicht nur für Ägypten. In ihnen kommt immer wieder das arabische Wort »Taharrush« vor.

Arabische Wissenschaftler schreiben dazu:

التحرش الجنسي هو اي قول او/و فعل غير مرحب به و ذات طبيعة جنسية و يعتدى على خصوصية الفرد او جسده او يشعره بعدم الاحترام او الصدمه او الاهانة او الخوف او الاستغلال

Frei übersetzt heißt das :

»Taharrush« ist jedes Ansprechen oder Anfassen einer anderen Person, welches nicht erwünscht ist und eine sexuelle Absicht verfolgt. Das Vorgehen will vorsätzlich in die Rechte der betroffenen Person auf körperliche Unversehrtheit eingreifen und ihr mit einem deutlich zum Ausdruck gebrachten Mangel an Respekt ein Trauma oder einen Schmerz zufügen und sie mit einem Gefühl der Angst und Hilflosigkeit zurücklassen.

Wenn in Ländern wie Ägypten Frauen öffentlich gegen »Taharrush« demonstrieren, dann nehmen unsere Politiker und Leitmedien das nicht zur Kenntnis.

Dabei ist das Vorgehen der jungen Männer bis tief nach Indien hinein heute alltäglich. Es gibt viele wissenschaftliche Studien zu »Taharrush«. Ich habe in zahlreichen Sachbüchern darüber berichtet.

Unsere Politiker und Lügenmedien nannten meine mit vielen Quellen belegten Ausführungen damals »rechtspopulistisch«. Und heute ist al-Taharrush, die orientalische Sex-Mob-Kultur, im Mekka Deutschland angekommen. Und noch immer haben schlecht informierte Politiker und Lügenmedien keine Ahnung, was da wirklich vor sich geht.

Deutschland ist halt Weltklasse. Wir sind schließlich Meister des Wegschauens. Vor fast acht Jahren berichtete ich über Bacha-Bazi, die afghanische Vergewaltigungskultur, deren Opfer kleine Kinder sind. Später wurde das durch die WikiLeaks-Dokumente und andere Berichte bestätigt.

Geändert hat es nichts: Auch deutsche Soldaten unterliegen jetzt der NATO-Doktrin, nach der unsere Truppen bei Vergewaltigungen in Ländern wie Afghanistan wegschauen müssen. »Frauen sind für Kinder, Jungs für Spaß« heißt die NATO-Devise für Kinderschänder.

Wir wollen das nicht hören. Wir wollen auch nicht hören, dass 95 Prozent der pakistanischen Lkw-Fahrer sich einen »Lustknaben« halten, der sie unterwegs befriedigt.

All das importieren wir jetzt ins Mekka Deutschland. Und eine verlogene Asylindustrie hilft aus Profitgier dabei. Und dann tun alle bei »Taharrush« völlig überrascht.

Es ist ein Drehbuch, welches offenkundig im Irrenhaus geschrieben wurde.

Schluß mit lustig: In Polen werden Kinderschänder ab sofort kastriert

Warschau. Die neue rechtskonservative polnische Regierung bleibt auf Kurs und läßt westliche EU-Liberale jetzt schon wieder an die Decke gehen. Denn: einem neuen Gesetz zufolge müssen Kinderschänder in Polen künftig nach ihrer Haft immer chemisch kastriert werden. Das entsprechende Gesetz billigte der polnische Senat am Donnerstag einstimmig.

Das Gremium bestätigte damit ein Gesetz, das das Abgeordnetenhaus schon Ende September mit nur einer Gegenstimme und zwei Enthaltungen verabschiedet hatte. Bereits in der Vergangenheit konnte ein Richter in Polen die chemische Kastration in Einzelfällen anordnen.

Als Kinderschänder gilt in Polen jeder, der eine unter 15jährige Person vergewaltigt oder Inzest mit unter 15jährigen begeht. Gleichzeitig wurde auch das Strafmaß erhöht. Künftig werden Kinderschänder mit bis zu 15 statt bisher 12 Jahren Gefängnis bestraft.

Im Senat äußerte sich lediglich der frühere Verfassungsrichter Marek Safjan kritisch zu dem Gesetz. „Daß man im Interesse der Gesellschaft einer ganzen Gruppe von Menschen, die schreckliche Verbrechen verübt haben, die Grundrechte entzieht, ist sehr bedenklich. Hier werden grundlegende Menschenrechte tangiert, die ja universellen Charakter haben und damit für jeden gelten sollen”, meint Safjan. Befürworter der neuen Regelung weisen dagegen darauf hin, daß Kinderschänder die „universellen“ Menschenrechte ihrer minderjährigen Opfer ebenfalls nicht interessieren

Quelle : http://zuerst.de/2016/01/11/schluss-mit-lustig-in-polen-werden-kinderschaender-ab-sofort-kastriert/

EU-Recht: Einleger und Käufer von Bankanleihen müssen um ihr Geld fürchten

Die neue EU-Rechtslage bei Banken-Crashs ist für Einleger äußerst gefährlich. So können Unternehmen, die mehr als 100.000 Euro als Liquidität benötigen, von einem Tag auf dem anderen in existentielle Schwierigkeiten geraten. Die wirklich großen Risiken der Banken, etwa aus dem Derivate-Handel, tragen weiterhin die Steuerzahler.

Seit dem 1. Januar ist der „Einheitliche Abwicklungsmechanismus“ der EU voll funktionsfähig: Der Mechanismus besagt, dass Einleger und Käufer von Bankanleihen zur Kasse gebeten werden, wenn eine Bank in Schwierigkeiten gerät. Man spricht von einem „Bail-in“. Diese Einrichtung wurde geschaffen, um zu verhindern, dass der Staat und somit die Steuerzahler Banken retten müssen.

Die Neuerung bedeutet die Abkehr von dem lange als selbstverständlich gelebten Prinzip, dass die Gelder der Bankkunden so gut wie nur irgend möglich zu schützen sind. Nun gilt das Gegenteil. Proteste werden mit einer eigenartigen Antwort bedacht: „Die Kunden müssen sich anschauen, welcher Bank sie ihr Geld anvertrauen.“ Diese Aufforderung ist frivol. Kein Kunde bekommt Einblick in die Geschäfte einer Bank. Bei den großen Pleiten hat sich gezeigt, dass nicht einmal die Finanzmarktaufsicht, die alle Informationen erhält, immer die Gefahren erkennt.

Die Generalformel wird durch den Umstand gemildert, dass sich zwar die Staaten zurückziehen, aber in etwa 100.000 Euro durch verschiedene, nationale und regionale Sicherungssysteme der Banken geschützt sind. Allerdings gilt dies vor allem für Privatpersonen und nicht überall und unbedingt für Unternehmen, die zudem weit größere Beträge bewegen: Selbst viele kleinere Unternehmen müssen weit mehr als 100.000 Euro im Monat für Löhne, Lieferantenrechnungen und Abgaben parat haben und sind insolvent, wenn der Zugriff auf die Bankkonten nicht möglich ist.

Die Lähmung des Bankgeschäfts

Der „Einheitliche Abwicklungsmechanismus“, englisch „Single Resolution Mechanism“ beruht auf einer EU-Verordnung und wird von einem in Brüssel ansässigen „Single Resolution Board“ verwaltet. Die Einrichtung hat dafür zu sorgen, dass alle großen und alle grenzüberschreitend tätigen Banken der EU jederzeit problemlos abgewickelt werden können. Diese Vorgabe gilt auch für die kleineren Banken, doch werden die entsprechenden Maßnahmen von den nationalen Aufsichtsbehörden in Zusammenarbeit mit der Stelle in Brüssel gesetzt.

Der Satz, eine „Bank muss jederzeit problemlos abgewickelt werden können“, klingt harmlos. Tatsächlich bedeutet diese Auflage, dass das Bankgeschäft gelähmt wird. Die Hauptaufgabe eines Kreditinstituts besteht in der Fristentransformation, mit kurzfristig abrufbaren Einlagen werden langfristige Ausleihungen refinanziert. Jede Finanzierung, wie auch immer sie technisch gestaltet wird, enthält das Risiko, dass die erwarteten Erträge nicht verdient werden, immer wird ein Wechsel auf die Zukunft gezogen. Die Übernahme zumindest eines Teils dieses Risikos durch Banken ist deren Aufgabe und für eine funktionierende Wirtschaft unverzichtbar, steht aber im genauen Gegensatz zur Forderung „jederzeit abwickelbar“.

Nun müssen in allen Banken Abwicklungspläne erstellt, gleichsam „Testamente“ geschrieben werden. Die Aufsichtsbehörden prüfen die Plausibilität und verlangen bei Bedarf Verbesserungen. Für die Banken gilt also nicht mehr der Blick in die Zukunft als Grundsatz, sondern eine Art „Sein zum Tode“.

Kredite werden behindert, die großen Risiken nicht bekämpft

Mit dieser Politik wird ein Effekt verschärft, der sich schon bei der Umsetzung des Regelwerks „Basel III“ mit der Richtlinie CRD IV und der Verordnung CRR gezeigt hat. Kredite sind leicht fassbar, die aushaftende Summe ist bekannt, der Schuldner kann bewertet werden, also ist das Risiko rasch geortet. Die Folge: Die in Basel III und in den Vorgaben der Aufsichtsbehörden enthaltenen Regeln sorgen dafür, dass Kredite reduziert, nicht oder nur zögerlich gegeben werden.

Nicht so einfach ist das Risiko von Derivaten zu erkennen. Entscheidend für das Ergebnis ist der Kurs einer Aktie an einem bestimmten Tag in der Zukunft, die Höhe der Zinsen am vereinbarten Termin oder der Ölpreis am Tag X. Wenn der Ölpreis zwischen 140 Dollar je Fass und 40 Dollar schwankt, wenn Aktien wie Apple oder VW Kurssprünge von 30 und mehr Prozent verzeichnen und niemand weiß, wann die Zentralbanken in den USA, Europa oder Japan die Zinsen korrigieren, leben die Akteure im Wechselbad zwischen Gewinnen oder Verlusten in Milliardenhöhe.

Somit wäre es notwendig, Banken, die Einlagen von Kunden verwalten, derartige Geschäfte generell zu verbieten. Diese Maßnahme hat aber die Politik trotz einer fast unüberschaubaren Fülle von Eingriffen nicht gesetzt, das „Trennbankensystem“, also die Trennung von Kommerz- und Risikobanken, ist bislang nicht realisiert. Somit können auch die tatsächlichen Gefahren in den „Testamenten“ der Banken nicht den entsprechenden Niederschlag finden.

Ein Fonds, der nicht ausreicht und den Staaten nützt

Im Aufbau befindet sich ein von allen Banken zu dotierender Fonds, der für die Finanzierung von Abwicklungen heranzuziehen ist, wenn die Vermögen der Institute, die Beiträge der Einlagensicherungssysteme und die Gelder der Einleger und Käufer von Anleihen nicht reichen. Dieser Fonds soll bis 2024 auf 55 Milliarden Euro anwachsen. Bis dahin müssen weiterhin die Staaten bei Bankenkrisen einspringen. Zudem ist die Summe von 55 Milliarden Euro nicht überzeugend, wenn man an die gigantischen Summen denkt, die einzelne Pleite-Banken bereits verschlungen haben. Die Steuerzahler werden also auch nach 2024 für Pleite-Banken zahlen.

Zudem stellt sich die Frage, wo denn die Mittel dieses Fonds veranlagt werden. In den Bestimmungen wird selbstverständlich eine maximale Sicherheit vorgegeben, die aber nach den EU-Regeln nur bei Staaten gegeben ist. Also werden auch diese Mittel zu den öffentlichen Stellen gelenkt, wie auch das Regelwerk für Banken, Basel III, und die entsprechenden Vorschriften für Versicherungen, Solvency II, die Finanzierung der Staaten gegenüber allen anderen Aktivitäten extrem begünstigen.

Eine Einlagensicherung, die gesunde Banken gefährdet

Der „Einheitliche Abwicklungsmechanismus“ ist die zweite Säule der im Aufbau befindlichen Europäischen Bankenunion. Die erste Säule bildet die bei der Europäischen Zentralbank bereits seit 2014 existierende Aufsicht für die großen Institute. Die dritte Säule soll in einer Europäischen Einlagensicherung bestehen, bei der alle Banken für alle Banken haften würden. Mit diesem Instrument soll die Gefahr für die Einleger, bei einer Krise ihr Geld zu verlieren, verringert werden.

Dies würde allerdings dazu führen, dass solide und vorsichtig agierende Institute zahlen müssten, wenn Hasardeure irgendwo in Europa Milliarden vernichten. Bislang konnte man sich zu diesem Schritt noch nicht entscheiden. Viele Politiker sehen aber „die Banken“ als eine „Einheit“, die die Finanzkrise 2008 verursacht hat und künftige Probleme „selbst“ lösen muss.

Ronald Barazon war viele Jahre Chefredakteur der Salzburger Nachrichten. Er ist einer der angesehensten Wirtschaftsjournalisten in Europa und heute Chefredakteur der Zeitschrift „Der Volkswirt“ sowie Moderator beim ORF.

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2016/01/11/eu-recht-einleger-und-kaeufer-von-bankanleihen-muessen-um-ihr-geld-fuerchten/

Ex-Verfassungsschützer: Sicherheitslage in Deutschland ist außer Kontrolle

Der frühere Chef des österreichischen Verfassungsschutzes, Gert Polli, hält einen radikalen Kurswechsel der deutschen Einwanderungs-Politik für unerlässlich. Die neuartigen Phänomene der Massenkriminalität können nicht mehr vor der Bevölkerung verheimlicht werden. Dies war bisher die Praxis, zu der die Regierung auch den Sicherheitsapparat gezwungen hatte.

Die deutsche Sicherheits-Innenpolitik befindet sich unübersehbar auf Konfrontationskurs mit den tatsächlichen Sicherheitsverhältnissen im Land. Die Ereignisse in Köln waren hierfür der Katalysator. Wie prekär die Sicherheitslage in deutschen Städten tatsächlich ist, kann nach Köln auch politisch nicht mehr negiert werden. Das Bild, das die Bundesregierung in der Vergangenheit von der innerdeutschen Gefährdungslage der eigenen Bevölkerung suggerierte, war von Humanität, Solidarität und Hilfsbereitschaft gegenüber den Neuankömmlingen in Deutschland geprägt, und hat die Schattenseiten der Migration der Bevölkerung verheimlicht.

Die Ereignisse in Köln und das Bekanntwerden immer neuer Fakten und Hintergründe einer außer Kontrolle geratenen Migrations-Szene hat die Bevölkerung wachgerüttelt. Bisher konnte sich die Bundesregierung weitestgehend auf die Medien stützten, das Flüchtlingsthema in seinen negativen Auswirkungen auf die Sicherheitslage in Deutschland schlicht und einfach zu ignorieren oder kleinzureden. Das ist nun vorbei. Auch die Leitmedien beginnen nach und nach, sich mit diesem vormals Tabuthema zu befassen. Es war kein Zufall, sondern gängige Praxis der Mainstream-Medien, solche und andere wenig präsentable Kriminalitätsphänomene rund um die aktuelle deutsche Flüchtlingspolitik weitgehend zu ignorieren.

Es ist daher nicht erstaunlich, dass erst Tage nach den Ereignissen der Silvesternacht in Köln darüber in den Medien berichtet wurde. Dieser Umstand ist nur zum Teil darauf zurückzuführen, dass die verantwortliche Sicherheitsbehörde in Köln die dokumentierten Vorfälle am liebsten intern abgehandelt hätte, um eigene Fehlbeurteilungen und Defizite der Einsatzleitung nicht öffentlich werden zu lassen. Das ungeheure Echo der deutschen Bevölkerung auf diesen und ähnlich gelagerte Vorfälle, auch in anderen deutschen Städten, hat selbst die Bundesregierung überrascht und zum Handeln gezwungen.

Bei einer genaueren Betrachtung dieser neuen Gewalt-Phänomene müssen Politik und auch die Sicherheitsbehörden zur Kenntnis nehmen, dass sie es hier mit einer neuen Qualität von Kriminalität zu tun haben. Der Fokus der Sicherheitsbehörden war bisher klar und auch berechtigt auf die Abwehr und Verhinderung von terroristischen Angriffen ausgerichtet.

Phänomene, wie jene in Köln zur massenhaften Verabredung von Gewalttaten durch Personen mit Migrationshintergrund, sind in dieser Qualität neu und kommen politisch zur Unzeit. Bisher war es unausgesprochene Praxis, die Themen Terrorismus und Flüchtlingskriminalität tunlichst nicht in einen Topf zu werfen. Es war plausibel und auch gängige Praxis, immer wieder zu betonen, dass es sich bei den Themen Terror und Anschlagsgefahr und den Themen der aktuellen deutschen Flüchtlingspolitik um zwei völlig unterschiedliche und nur marginal zusammenhängende Themenkomplexe handelt.

Die Botschaft war klar: Flüchtlinge haben mit der terroristischen Bedrohung nichts oder kaum etwas damit zu tun. Dieser Ansatz ist richtig, um Flüchtlinge nicht unter Generalverdacht zu stellen. Vor allem aber galt es, das Argument zu entkräften, dass unkontrollierte, massenhafte Migrationsbewegungen auch für terroristische Zwecke missbraucht werden könnten. Wie kurzsichtig und falsch das war, haben nicht nur die Anschläge in Paris gezeigt.

Köln geht in seinen Konsequenzen weit darüber hinaus. Köln legt die Defizite einer gesellschaftspolitischen, langfristigen Dimension der Integrationspolitik offen. Genau darin liegt der Unterschied. Köln zeigt, dass die gesellschaftspolitischen Probleme, ausgelöst durch eine offene und weitgehend unkontrollierte Einwanderungswelle, so nicht weiter ignoriert werden können.

Köln ist auch ein prominentes Beispiel dafür, wie politische Vorgaben auf die tägliche Arbeit der Sicherheitsbehörden und der Nachrichtendienste durchschlagen. Noch Tage nach den Ereignissen war nur vereinzelt und verhalten davon die Rede, dass die meisten Identitätsfeststellungen in der Silvesternacht in Köln einen Migrationshintergrund bzw. einen Asylbewerber-Status belegten.

Dieses zögerliche Verhalten der Exekutive, genau dieses Faktum zu verschweigen, hatte bisher Methode. Der Rücktritt des Kölner Polizeipräsidenten Wolfgang Albers neun Tage nach den Ereignissen mag aufgrund von einsatztaktischen Fehlern, vor allem aber aufgrund der viel kritisierten Informationspolitik seiner Behörde, seine Berechtigung haben. Es zieht sich allerdings wie ein roter Faden durch alle sicherheitsrelevanten deutschen Behörden, dass der Migrationshintergund von Straftätern tunlichst gegenüber der Öffentlichkeit nicht erwähnt werden soll.

Dies hat auch dazu geführt, dass die Sicherheitsbehörden von diesem Kriminalitätsmuster in Köln, sowohl im Hinblick auf die Quantität als auch auf Qualität, überrascht wurden: Nämlich die Verabredung zu Massentreffen, überwiegend von Personen mit Migrationshintergrund, zur Begehung von Straftaten, wie dies in Köln und auch in anderen Städten registriert werden konnte. Ob die bisherige Praxis des Verschweigens des Migrationshintergundes von Straftätern aufgrund politischer Opportunität erfolgte oder um eine frühzeitige politische Polarisierung der Bevölkerung damit verhindert werden sollte, darüber kann nur spekuliert werden. Diese Praxis war polizeiintern nicht unumstritten und war auch der Grund dafür, dass interne Einsatzberichte die Öffentlichkeit erreichten.

Wie restriktiv die Informationspolitik der Sicherheitsbehörden tatsächlich ist, wird durch die Aussage des Bundesvorsitzenden der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt, deutlich: „Die Lageberichte der Polizei erfolgen intern und die Öffentlichkeit bekommt davon nur einen Bruchteil mit, um sie nicht unnötig in Schrecken zu versetzen.“

Heute, nach Köln, scheint die Bundesregierung in ihrer Informationspolitik die Flucht nach vorne angetreten zu haben. Dies war wohl auch deshalb notwendig, da offensichtlich ist, dass es sich um breitenwirksame gesellschaftspolitische Phänomene handelt, die im unmittelbaren Zusammenhang mit der deutschen Flüchtlingspolitik stehen und die nicht mehr schöngeredet werden können.

Noch im November 2015 hatte der Bundesinnenminister bei der Absage des Länderspiels Deutschland – Niederlande Informationen zurückgehalten, weil er, wie er sagte, die Bevölkerung nicht beunruhigen wollte. Nach Köln hört sich das ganz anders an. Thomas de Maizière spricht sich in einem FAZ-Interview am 08.01.2013 für das Ende der Tabuisierung der Herkunft von Kriminellen aus und gegen eine Schweigespirale, die schon gar nicht von der Polizei auszugehen hat.

Ein später Paradigmenwechsel einer bisherigen Bundespolitik, welche die Information über die Begleiterscheinung der Kriminalität durch die Migration bisher gegenüber der eigenen Bevölkerung unterdrückte. Die Ereignisse in Köln haben diesen Paradigmenwechsel in der Informationspolitik der Bundesregierung erzwungen. Dies erfolgte nicht von heute auf morgen, sondern gewissermaßen in kleinen Portionen.

Es war offensichtlich, dass die Migrationspolitik der Kanzlerin auch in der eigenen Partei zunehmend auf Kritik stieß – und das nicht nur aufgrund sinkender Umfragewerte der Kanzlerpartei und der Regierung. Strategisch geschickt wurde der Bundesinnenminister in den vergangenen Monaten als medialer Gegenpol zu einer kaum mehr haltbaren, aber weiter praktizierten Politik der Kanzlerin etabliert, die zunehmend von der eigenen Bevölkerung als Gefährdung der innerdeutschen Sicherheit (und darüber hinaus) wahrgenommen wurde. Beobachter halten es durchaus für wahrscheinlich, dass nur eine nachhaltige Revision der praktizieren Migrationspolitik die Kanzlerin politisch in ruhigeres Fahrwasser bringen kann. Köln hat diese Entwicklungen nachhaltig beschleunigt.

Dr. Gert R. Polli ist der ehemalige Leiter des österreichischen Bundesamtes für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung.

Quelle : http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2016/01/11/ex-verfassungsschuetzer-sicherheitslage-in-deutschland-ist-ausser-kontrolle/