Glyphosat: Dem deutschen Bier geht es an den Kragen

Folgt jetzt endlich der überfällige Aufschrei?

Was nicht sein kann, geschieht nunmehr, obwohl manch einer sich wundern sollte, warum nicht schon viel eher. Forscher finden das Pestizid Glyphosat im deutschen Bier. Dabei wurden bei allen 14 getesteten Biersorten Spuren dieses erbgutschädigenden und krebserzeugenden Unkrautvernichtungsmittels gefunden. Folgt jetzt endlich der überfällige Aufschrei in der Bevölkerung?

Monsanto, heute ein längst in Verruf geratener Weltkonzern für Saatgut und Herbizide, synthetisierte 1970 die Verbindung Glyphosat, welche schließlich als Segnung gegen Unkräuter vier Jahre später unter dem Namen Roundup auf dem Markt kam. Obwohl jahrelange Studien zunächst zu dem Ergebnis gelangten, Glyphosat sei nicht krebserregend, haben schließlich verschiedene andere genau dies widerlegt. In etlichen bestätigten sich berechtigte Zweifel, inzwischen wird darüber gestritten, ob man das Unkrautvernichtungsmittel in die erste oder zweite Krebskategorie nach der GHS (Global harmonisiertes System zur Einstufung und Kennzeichnung von Chemikalien) einstufen solle.

Wider der Natur – was zählen schon berechtigte Bedenken

Hauptsache der Profit stimmt, so die allgemeine Handhabe der verantwortlichen Politik gegenüber seinen Bürgern. Das gilt in sofern erst recht beim Glyphosat. Zumal längst nahezu Dreiviertel Bundesbürger den Einsatz dieses Unkrautvernichtungsmittels strikt ablehnen, fühlt sich unser Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt nicht berufen, es schlicht vom Markt zu nehmen, er hält stattdessen lieber an den Geschäften mit Monsanto fest. Hier kann beim Campact-Aufruf unterzeichnet werden.

Eine latent vorhandene Argumentation bekräftigt den Einsatz dieses giftigen Unkrautvernichtungsmittels. Dabei wird behauptet, es würde andere wesentlich schädlichere Mittel gegen die Umwelt verhindern und sei daher ein Gewinn. Welch frapante Fehleinschätzung sowie Ignoranz gegenüber Mensch und Natur. Während in den USA und Europa weiterhin Glyphosat bedenkenlos angewandt wird, haben Kolumbien und Ecuador das Sprayen von diesem Unkrautvernichtungsmittel gänzlich eingestellt.
Deutsches Reinheitsgebot erheblich gefährdet

Der 23. April dieses Jahres, an dem die Deutschen ihr Reinheitsgebot zum Bierbrauen feiern, das 500. Jahresjubiläum ansteht, könnte erheblich gefährdet werden aufgrund der festgestellten Glyphosat-Spuren im Bier. Oder spielt die Politik mal wieder solche Tatbestände einfach herunter, bescheinigt den Kritikern gar Hysterie, wie dies schon so oft in der Vergangenheit geschehen?

Wir dürfen gespannt sein, was da noch in nächster Zeit geschieht. Jetzt gilt daher, erst recht äußerst akribisch zu beobachten. Schlimm genug, daß Monsanto und Co. weltweit ihr Unwesen treiben dürfen, ohne dafür wirklich belangt zu werden.

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