Flüchtlinge erhalten doch mehr Geld als Hartz-IV-Empfänger. Aber wieso?

Seit Langem tobt die Streitfrage, ob Flüchtlinge vom Staat privilegiert werden, also mehr Unterstützung erhalten als hiesige Arbeitslose.

Das Berliner Journal hat dazu jetzt aufgelistet:

„In Berlin werden 11 Euro, in München bis zu 16 Euro und in Kleve in Nordrhein-Westfalen 16 Euro pro Tag (480 Euro im Monat) und Person für das Essen eines Flüchtlings bezahlt. Davon bleibt das zusätzliche Taschengeld von 147 Euro, das beispielsweise einem alleinstehenden erwachsenen Flüchtling pro Monat bar ausbezahlt wird, unberührt.“

Das sei fast das dreifache Einkommen eines Hartz-IV-Empfängers, dem nach Auskunft der Nürnberger „Bundesagentur für Arbeit“ nur 4,72 Euro pro Tag (143,42 Euro im Monat) pro Person für Nahrungsmittel und Getränke zur Verfügung stehe.

In Kleve übersteige das monatliche Essensgeld eines Flüchtlings (480 Euro) sogar den kompletten Regelsatz eines Hartz-IV-Empfängers von 404 Euro monatlich. Letzterer enthalte lediglich 143,42 Euro für Nahrung und Getränke.

In Berlin liege der Essenssatz pro Flüchtling niedriger, also – laut Auskunft des Kreisvorsitzenden des Berliner Awo-Verbands, Manfred Nowak, im vergangenen November – bei ca. 11 Euro pro Tag, das bedeutet 330 Euro im Monat.

Diese lokalen Differenzen erklärten sich aus den unterschiedlichen Preisstandards der Regionen und aus qualitativen und quantitativen Auflagen der Essenszubereitung.

Nein, hier soll keine Neid-Debatte befeuert werden.

Die träfe die Falschen.

Stattdessen muss die Regierung sich fragen lassen: Warum eine Zweiklassen-Gesellschaft bei Hilfsbedürftigen

Oder: Wenn die Hilfsleistung für Flüchtlinge das Minimum für ein menschenwürdiges Leben darstellt, warum liegen Hartz-IV-Empfänger darunter?

Brutal-Armut als „Anreiz“ zur Selbstversklavung im neoliberalen Billiglohnsektor? Bei Flüchtlingen würde dieses Druckmittel tatsächlich wegfallen, da die ja noch nicht arbeiten dürfen.

Aber, liebe Regierung, habt ihr schon mal darüber nachgedacht: Wenn die Flüchtlinge ihre Anerkennung, aber anschließend keine Arbeit bekommen sollten (was vielen leider passieren dürfte), erhalten die ja auch bloß noch Hartz-IV.

Das bedeutet: Sie werden dann zurückgestuft. Was die davon wohl halten werden?

Aber dann sind sie euch als neue Markt-Sklaven ja längst egal geworden.

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Ein Gedanke zu „Flüchtlinge erhalten doch mehr Geld als Hartz-IV-Empfänger. Aber wieso?“

  1. Der Deutsche soll weg, kapiert ihr das eigentlich nicht? Mit „weg“ meine ich: sozialverträgliches ableben, so dass es den wenigen Reichen, die sich bei Eichelburg die „Elite“ nennen, nicht auffällt, weil die, die keine Arbeit finden, ja laut Eichelburg eh alles faule Schmarotzer sind.
    Und Schmarotzer will der „edle Deutsche“ doch nicht durchfüttern, oder? Er füttert aber gerne Ausländer, weil da sein „Mitleid“, welches man nur noch als KRANKHAFT bezeichnen kann, greift. Mitleid mit den eigenen Armen hat der Elite-Deutsche nie gehabt, da hieß es immer nur: Geh arbeiten!
    Dass es schon lange keine Arbeit mehr gibt für alle und auch nie wieder geben wird, interessiert ihn dabei nicht.
    Ich hoffe nur, diese Kreise kommen auch dran, müssen auch büßen für ihre Rücksichtslosigkeit, ihren Egoismus und ihre Widerwärtigkeit. Hoffentlich verrecken sie in ihren Bunkern, die Eichelburgs und co!
    (Kleine Anekdote am Rande, lest mal das „Gelbe Forum“, dort bettelt ein „Elli“ bezeichneter user um „kleine Spenden“, monatlich ca 15.000 Euronen, weil man im Rollstuhl sitzt, MS hat und rund um die Uhr pflegebedürftig sei, und ein Pflegeheim, welches für Oma Schmitz um die Ecke, die nur 700 Euronen Rente hat, auch ausreichen muss, ist „Elli“ ja nicht zuzumuten. Nun hat jemand mal nachgefragt, wofür denn 15.000 Euronen pro Monat, wie gesagt, nötig seien, so teuer könne doch auch gute Pflege nicht sein, und schwupps, hat „Elli“ den eigenen Bedarf um die Hälfte auf 7500 Euronen reduziert; damit komme man ja auch aus, wenn man sich mit – teilweise – polnischen – ungelernten – Pflegkräften begnüge. Wie gesagt, dies ist die selbsternannte (Ekel, mich ekelt es bei so was) Elite „Deutschlands“, die an der Börse zockt, aber im Gelben Forum bettelt, für monatlich (!) 15.000 Euronen Spenden, um eine RundumdieUhr-Pflege zu gewährleisten, weil ihr normale Pflegeheime nicht zuzumuten sind. Tolle Elite, nicht? jedes Land hat die „Elite“, die es verdient! Die die armen Alten in Pflegeheimen, die man sich selbst nicht zumuten will, verrecken lässt, während man im Netz um Spenden bettelt, davon ausgeht, dass monatlich viele Tausend Euronen eingehen, und während man ansosnten immer lustig an der Börse rumgezockt hat. Na wer hat denn da gewonnen, und auf Kosten welcher Leute, Elli? Du müsstest doch wissen, dass deine Gewinne die Verluste anderer Leute sind? EKELHAFT!!!!)

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