Gewalt von Flüchtlingen in Landshut, Göttingen und Cottbus

Ein 30 Jahre alter Asylbewerber hat in Landshut beim Versuch seiner Abschiebung drei Polizisten verletzt. Dem aus Nigeria stammenden Mann sei es bei seinem Widerstand am Dienstag im Landratsamt gelungen, einem der Polizisten seine Dienstwaffe aus dem Holster zu entreißen, teilte das Polizeipräsidium Niederbayern am Mittwoch mit. Er habe mit der Waffe auf einen Polizisten gezielt und versucht zu schießen, dies sei ihm aber nicht gelungen.

Den anderen Beamten sei es bei einem neuen Schussversuch gelungen, dem Mann die Waffe zu entreißen. Beim anschließenden Festnahmeversuch habe der Asylbewerber noch mit einem spitzen Gegenstand auf einen der Beamten eingestochen und ihn leicht verletzt. Ein weiterer Polizist sei ebenfalls leicht verletzt worden. Erst durch den gezielten Einsatz von Pfefferspray sei es gelungen, den Nigerianer zu überwältigen und festzunehmen. Gegen ihn wird nun wegen versuchten Mordes ermittelt, die drei Polizisten seien vorerst nicht dienstfähig.

Derweil wurden bei Auseinandersetzungen in einer Flüchtlingsunterkunft im niedersächsischen Göttingen am Dienstag ebenfalls drei Polizisten leicht verletzt. Vermutlich um einen 20 Jahre alten Flüchtling vor einem Polizeizugriff zu schützen, bewarf eine Gruppe von zehn bis 15 Asylbewerbern Polizisten mit Fahrrädern, Brettern und anderen Gegenständen. Die Polizei leitete Verfahren wegen besonders schweren Landfriedensbruchs und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte ein.

Im brandenburgischen Cottbus ist es zu wiederholten und massiven Auseinandersetzungen zwischen mehreren Flüchtlingsgruppen gekommen. Wie die Polizei am Mittwoch mitteilte, wurden in der Nacht deshalb 26 Tschetschenen als Tatverdächtige in Polizeigewahrsam genommen. Aufgrund der Vielzahl an Auseinandersetzungen beorderten die Einsatzkräfte alle verfügbaren Kräfte der Polizeidirektion Süd, der Bereitschaftspolizei und einen Polizeihubschrauber in die Stadt.

Die Eskalation begann demnach am Dienstagabend mit körperlichen Auseinandersetzungen auf einem Sportplatz zwischen Männern aus Tschetschenien und Afghanistan. Dabei habe ein 28-jähriger Tschetschene eine Stichverletzung im Rippenbereich erlitten, zwei weitere Tschetschenen Prellungen und Kopfverletzungen sowie drei Afghanen Gesichtsverletzungen.

Bei der Behandlung der Verletzten in der Notaufnahme eines Krankenhauses setzten sich laut Polizei die Auseinandersetzungen fort. Dabei habe ein Tschetschene mit einem Feuerlöscher gegen den Kopf eines Afghanen geschlagen. Außerdem meldete ein Zeuge aus dem Stadtgebiet, wie eine vermutlich aus Syrern bestehende Personengruppe mit Latten bewaffnet einen Mann verfolgte.

Kurz darauf sei außerdem ein Angriff auf einen Syrer durch acht Männer aus Afghanistan bekannt geworden. Bereits am Sonntag hatte es körperliche Auseinandersetzungen gegeben, bei denen tschetschenische Männer einen Afghanen verletzten.

In der jüngeren Vergangenheit war Cottbus immer wieder Schauplatz von Gewalt. Mitte Januar stoppte Brandenburg „bis auf Weiteres“ den Zuzug von Flüchtlingen in die Stadt.

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